STIPENDIEN FÖRDERN...

... DEN ZUGANG ZU BILDUNG
Bildung ist ein öffentlicher Auftrag. Alle Personen mit entsprechender Neigung und Fähigkeit sollen Zugang zu Bildung haben. Das Bundesblatt von 1964 hält fest, dass es einem Gebot der Gerechtigkeit entspricht, ohne Rücksicht auf die finanzielle Lage, eine den Talenten entsprechende Ausbildung zu ermöglichen. Auch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte hält in Artikel 26 ein Recht auf Bildung fest, welches den Zugang zur Hochschulbildung inklusive Studienabschluss, unabhängig von der sozioökonomischen Situation einer Person, garantiert.

... DEN STUDIENERFOLG
Der erfolgreiche Abschluss eines Studiums ist davon abhängig, dass die studierende Person sich in erster Linie der Ausbildung widmen kann. Der zeitliche Umfang eines Studiums entspricht mit ca. 40 Wochenstunden einer Vollzeitstelle. Längst können es sich über 75% der Studierenden nicht leisten, sich einzig dem Studium zu widmen und gehen neben der Ausbildung einer Erwerbstätigkeit nach. Studien belegen des Weiteren, dass ein wesentlicher Faktor des Studienerfolges die sozioökonomische Herkunft einer studierenden Person ist. Nur durch ein ausgebautes Stipendienwesen können diese gesellschaftlichen Unterschiede abgebaut und damit durchgehend erfolgreiche Studienabschlüsse ermöglicht werden

... DIE CHANCENGLEICHHEIT IN DER BEVÖLKERUNG
Stipendien richten sich ausschliesslich an Studierende, welche sich die nachobligatorische Bildung ansonsten nicht leisten können. Die individuellen sozioökonomischen Ausgangsbedingungen sind aber nach wie vor ausschlaggebend dafür, ob jemand studiert oder nicht. Sowohl das Bildungsniveau der Eltern, als auch das Vermögen bzw. Einkommen der Familie sind bestimmende
Faktoren.
Zudem ist ein Zugang zu Stipendien stark davon abhängig, in welchem Kanton jemand den stipendienrechtlichen Wohnsitz (familiärer Wohnsitz oder Wohndauer in einem Kanton) hat. Dies führt dazu, dass einigen Studierenden der Zugang zur Hochschulbildung verweigert wird, weil sie im „falschen“ Kanton wohnen.

... DEN WIRTSCHAFTSSTANDORT SCHWEIZ
Bereits 1964 hat sich der Bund klar zur Förderung der Stipendien geäussert. Sie seien wichtig für eine konsequente Nachwuchsförderung und für den Erhalt des hohen Lebensstandards in der Schweiz. Stipendien tragen dazu bei, dass eine gute Ausbildung einer grösseren Anzahl Personen zur Verfügung steht. Dies wiederum trägt dazu bei, dass der wirtschaftliche Standort Schweiz langfristig gesichert werden kann. Bildung fördert also Wohlfahrt und Wettbewerbsfähigkeit.
Je kürzer die Studiendauer, desto schneller kommen Studierende als produktive Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt und tragen zum Wertschöpfungsprozess bei. Die Länge eines Studiums ist zudem ein massgeblicher Faktor für die Kosten eines Studiums.

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